Kennt Ihr noch das Gefühl von damals, wo man den Bauklotzturm nach stundenlangem Aufbauen endlich wieder umwerfen konnte?
Vermutlich werden die meisten Männer diese Frage mit „Ja“ beantworten – und wenn die Frauen jetzt wieder sagen, Männer verhielten sich wie Urmenschen, dann haben sie damit gar nicht mal so Unrecht. Denn beim Spielen treten gerade bei den Männern die Urinstinkte wieder zu Tage, sie üben noch immer ihre Rolle als Jäger.
Doch auch die Frauen fallen in alte Muster zurück. Diese ursprüngliche Rollenverteilung und auch viele weitere vermeintliche Vorurteile finden wir heute bestätigt – in unseren Spielen.

Warum Männer gerne spielen
Denken wir als Beispiel mal an einen Mann bei einem typisch männlichen Spiel. Exzessiv versunken ist er, in Blut, Gewalt und Explosionen, getrieben von dem ewigen Drang der Erste zu sein.
Männer in Spielen sind wieder auf der Jagd. Sie konzentrieren sich gänzlich auf ihr Ziel und sind bestrebt gut zu werden, gut in ihrem Handwerk, gut in ihrem Spiel. Schließlich keimt der Wunsch, sich mit anderen zu vergleichen – und so entsteht der Wettbewerb, dessen Trophäe die Dominanz ist. Jeder Mann will das Alphatier sein – notfalls mit Gewalt.
Den Holzhammer rausholen, um damit Probleme zu lösen, ist nicht nur männlich, sondern vermutlich auch näher an der Wahrheit, als das Vorurteil uns glauben machen will. Denn Männer neigen zu „Trial and Error“.
Gut, in wie weit sich diese Methode beim Anpirschen an einen Säbelzahntiger bewährt hat, ist unbekannt. Aber die größten Probleme bot ohnehin die Umgebung, und das Abschätzen von Entfernungen, was sich noch heute in einer Vorliebe für geometrische Rätsel andeutet.
Daraus kann man fünf Punkte folgern, warum Männer gerne Spiele spielen:
- Beherrschung
- Geometrische Rätsel
- Zerstörung
- Wettbewerb
- „Trial and Error“
Warum Frauen gerne spielen
Dann wollen wir uns den weiblichen Spielern und ihren Spielen widmen – hier bilden Emotionen, Kooperation, Streben nach Harmonie und Gesellschaft einen deutlichen Gegensatz zu den Vorlieben der Männer.
Während Emotionen für Männer meist nur Begleiterscheinung einer Aktion sind, können sie für Frauen das angestrebte Ziel sein. Auch suchen sie stets einen Bezug zwischen dem was sie spielen und der realen Welt. Beides lässt sich mit den Vorfahrinnen in Verbindung bringen, die in der heimischen Höhle das Feuer schürten, die Vorräte verwalteten und den Nachwuchs hüteten. Der Mutterinstinkt ist bis heute erhalten geblieben – und der Wunsch, sich um irgendetwas zu kümmern, spiegelt sich auch in den von Frauen bevorzugten Spielen wieder.
Ebenfalls aus der Höhlengemeinschaft lässt sich ableiten, dass unsere weiblichen Mitmenschen verbale Rätsel bevorzugen. Ein Problem vorrangig in einem Gespräch zu lösen, unterscheidet die beiden Geschlechter. Vermutlich lernen Spielerinnen deswegen auch besser, wenn man ihnen etwas zeigt und sie nicht einfach mit dem Holzhammer drauf losstürmen lässt.
Und damit haben wir auch die fünf Punkte, warum Frauen Spiele spielen:

- Emotionen
- Dialog und Verbale Rätsel
- Real World
- Fürsorge
- Lernen durch Anschauung
Als Team von United Prototype wollen wir diesen Rätseln auf den Grund gehen um gute Spiele für euch zu entwickeln.